|
|
Ornithischia - Dinos mit Panzern und Hörnern
Die Beckenknochen der Ornithischia ähnelten denen von Vögeln. Alle Angehörigen dieser Gruppe waren Pflanzenfresser, viele von ihnen trugen Panzer, um sich vor den räuberischen Theropoden zu schützen. Die Ornithischia werden in vier Gruppen unterteilt:
Ceratopsia, die am Ende der Kreidezeit lebten, gehören zu den eindrucksvollsten Dinosauriern. Sie erinnern am ehesten an ein Nashorn mit einem schwer gepanzerten Kopf. Der wohl berühmteste von ihnen ist der Triceratops - er trug drei nach vorne gerichtete Hörner und eine knöcherne Halskrause, die ihn vor den Angriffen der fleischfressenden Dinosaurier schützten und es ihm ermöglichten, sich zu verteidigen. Dafür konnten sich die Ceratopsia sogar auf die Hinterbeine erheben, um sich schneller umzudrehen und den gepanzerten Kopf in Richtung der Angreifer zu drehen, was sehr nötig war, weil der Rest des Körpers weitgehend ungeschützt blieb.
Stegosaurier, Dinosaurier aus der späten Jura- und frühen Kreidezeit, trugen auf dem Rücken senkrecht nach oben ragende Knochenplatten - der Stegosaurus hatte zum Beispiel zwei Reihen dieser Platten, die entlang seines Rückgrates nach oben wuchsen, so dass es sehr schwer war, ihn von oben anzugreifen. Bei seinem Verwandten, dem Kentrurosaurus, waren die Platten so geformt, dass sie eher Stacheln glichen.

- Ankylosaurier lebten in der oberen Kreidezeit und hatten einen ziemlich flachen Körperbau. Sie schützten sich mit einem Panzer aus Knochenplatten, die ein dichtes Mosaik auf ihrem Rücken bildeten. Zudem hatten sie eine besonders wirkungsvolle Waffe gegen mögliche Angreifer, nämlich eine knöcherne Keule am Ende ihres breiten Schwanzes. Bei dem sechs Meter langen Scolosaurus trug dieser Morgenstern sogar noch zwei große Stacheln - sicherlich wird manch ein Angreifer es bald bereut haben, sich an diesem wehrhaften Pflanzenfresser zu vergreifen!
- Ornithopoda, die letzten der Ornithischia, unterschieden sich sehr von ihren gepanzerten großen Verwandten. Sie waren nicht nur ohne die schützenden Knochenplatten unterwegs, sondern hatten auch keine Hörner oder Stacheln. Dafür liefen sie auf zwei Beinen. Obwohl sie, wie der Iguanodon, bis zu zehn Meter lang werden konnten, waren sie sicherlich weniger gut gegen Theropoden geschützt als die anderen Vogelbeckendinosaurier.
|
|